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  Die interessanten Fischarten der Flensburger Förde  
 

Viele Leute sind der Meinung, dass in der Flensburger Förde 'nur' Dorsch und Meerforelle zu erbeuten sind. Natürlich sind diese beiden Fischarten häufig in der Förde vertreten und die meisten Angler stellen diesen Fischen nach. Jedoch hat die Förde noch mehr zu bieten und in der richtigen Jahreszeit sind noch ganz andere 'Gäste' zu Besuch bei uns im Norden. Mit den entsprechenden Kenntnissen und etwas Glück kann jederman diese Fische überlisten.

 
Meerforelle Lachs Dorsch

Hornhecht

Hering Makrele Meeräsche Sandaal
Scholle

Kliesche

Flunder

Steinbutt


  Meerforelle - Salmo trutta trutta
 
 

 

Merkmale:
Im Vergleich zum Lachs wirkt der Körperbau der sehr ähnlichen Meerforelle gedrungener, der Schwanzstiel ist deutlich kräftiger, der Hinterrand der Schwanzflosse ist fast gerade. Die Maulspalte reicht über den Hinterrand des Auges hinaus. Während des Meeresaufenthaltes entspricht die Grundfärbung der des Lachses. Im Unterschied zu diesem besitzt die Meerforelle aber auch im hinteren Teil des Körpers und unterhalb der Seitenlinie zahlreiche schwarze Flecken, die nicht selten auch die Rückenflosse und die Fettflosse zieren. Im Süßwasser ähnelt das Erscheinungsbild mit zunehmender Aufenthaltsdauer dem der Bachforelle. Die Meerforelle besitzt jedoch an Stelle der leuchtend roten Tupfen rostfarbene Flecken, deren helle Umrandung weniger deutlich hervortritt oder ganz fehlt.
Schuppen: Zwischen Fettflosse und Seitenlinie befinden sich - inklusive der Seitenlinienschuppen- meistens 16 Schuppenreihen (14 bis maximal 19).

Lebensräume:
An den Atlantikküsten Europas vom Nordmeer bis nach Portugal. Sie bewohnt die Gewässer um Großbritannien, im Südosten Islands, in Nord- und Ostsee und von Skandinavien bis zum Weißen Meer, vorzugsweise in der Nähe von Flussmündungen. Starke Besatzmassnahmen, eine sauberere See, Ausbau der Kläranlagen, weniger Dünger und die Erschaffung naturnaher Laichplätze in Flüssen haben dafür gesorgt, dass die Meerforellen wieder in grosser Zahl durchs Meer streifen. In der Ostsee von Dänemark bis hin nach Rügen sehr gute Chanchen durch umfangreiche Besätze (vor allem in Dänemark!).

Lebensweise:
Die Meerforelle, die als Stammform der Art Salmo trutta gilt, ist ein anadromer Wanderfisch des Nordatlantiks, einschließlich der Nord- und Ostsee.
Ihr Lebenszyklus ähnelt dem des Lachses. Im Meer lebt die Meerforelle überwiegend küstennah und ernährt sich von Fischen, Würmern und Krebstieren. Im Gegensatz zum Lachs steigt sie seltener bis in die Oberläufe der Ströme auf, sondern nimmt bereits im Bereich der Unter- und Mittelläufe geeignete Nebengewässer zum Laichen an.

Nahrung:
Die Meerforelle ernährt sich hauptsächlich von Fischen (wie Heringen, Sprotten, Sanspierlingen oder Grundeln), Würmern, kleinen Krebsen und Garnelen. Die Meerforelle bevorzugt die Küstenregionen und kommt in den Abendstunden sehr dicht ans Ufer. Die erste Rinne, die meist zwischen 20 und 30 Metern weiter draussen verläuft, ist dann ihr Jagdrevier. Bis zum späten Vormittag erbeutet sie hier Tobiasfische (Sandaale), Heringe, Sprotten, Stichlinge und kleine Krebse. Aber auch Insekten werden gern genommen.

Größe:
Die Durchschnittsgrößen liegen bei 40 bis 60 cm, Längen bis 130 cm und Gewichte über 15 kg sind bei günstigen Lebensbedingungen möglich

Alter:
bis 15 Jahre

Laichzeit:
Das Laichverhalten unterscheidet sich kaum von dem des Lachses; allerdings besamt bei der Forelle jeweils nur ein Männchen den Laich des Weibchens. Im Gegensatz zum Großteil der Lachse gelangen die meisten Meerforellen nach der Laichzeit wieder wohlbehalten ins Meer zurück und wiederholen die Wanderung im darauffolgenden Jahr, um sich erneut fortzupflanzen. Die Vermehrung erfolgt im Winter (November-Dezember) auf kiesigem Untergrund in der Barben- und Äschenregion der Laichflüsse.. Die Eier (ca.1.500/kg Körpergewicht) werden - wie beim Lachs - in Laichgruben abgelegt. Im Gegensatz zu diesem laichen die meisten Meerforellen mehrmals in ihrem Leben ab. Die Jungfische bleiben 2-5 Jahre im Süßwasser und wandern dann ins Meer ab. Hier erbeuten sie Insektenlarven, im und dicht über dem Wasser lebende Insekten, kleine Krebse und mit zunehmendem Alter auch Fische.
In deutschen Flüssen erfolgt der Aufstieg in zwei Hauptzügen, Ende Juni/Anfang Juli sowie im Oktober/November. Wie der Lachs verfügt auch die Meerforelle über einen ausgeprägten Heimatinstinkt, der sie zum Laichen in den Bach ihrer Jugend zurückführt. Hinsichtlich der eigentlichen Fortpflanzung und der Lebensweise der Jungfische bis zum Parrstadium unterscheidet sich die Meerforelle nicht von der Bachforelle. Im norddeutschen Raum wandern die jungen Meerforellen zumeist nach einjährigem Süßwasseraufenthalt bei einer Länge von 12 - 18 cm in die Küstengewässer ab. Hierbei können sie Strecken bis zu 40 km/Tag zurücklegen.

weitere Informationen:
Auf der Grundlage genetischer Untersuchungen werden die Bach- und die Meerforellen in letzte Zeit zu einem Komplex zusammengefasst. Bei der Meerforelle handelt es sich hierbei um die anadrome Wanderform, die sich stets aus Bachforellenbeständen, die standorttreu sind, entwickelt.

Fangzeit:
Wenn die Wassertemperatur absinkt, erhöht sich das Vorkommen der Meerforelle in Ufernähe. D.h. beim Spinnfischen vom Ufer aus haben wir ab November bis zum April die besten Chancen, die Meerforelle zu erbeuten. Vom Boot aus, also beim Schleppfischen besteht diese Möglichkeit das ganze Jahr hindurch in den tieferen und kälteren Regionen. Ebenso eine Rolle spielt die Wanderung der Meerforelle. Zum Laichen steigt sie in die Flüsse auf. Eine im Laichkleid gefangene Forelle wird geschont wieder zurückgesetzt. In dieser Zeit erbeuten wir die Überspringer, die in diesem Jahr nicht zum Laichen aufsteigen. Wir erkennen diese an der silbernen Farbe. Ab Dezember kommen auch die abgelaichten Fische wieder in das Salzwasser und sind durch die Strapazen des Laichens sehr ausgehungert und jagen den ganzen Tag an den Küsten. Jetzt ist die Chance am grössten, jedoch sollten gefärbte Fische immer zurückgesetzt werden! Bis hin in den April werden diese Fische immer agiler, da das Wasser langsam wärmer wird. Ab Mai, wenn die Hornhechte in Ufernähe kommen, wird es schwieriger, die Meerforelle von der Küste aus zu erbeuten. Ab dieser Zeit wird die Meerforelle zu einem echten Gourmet und bevorzugt Garnelen, Tangläufer und andere, kleine Wassertiere. Wenn das Wasser immer wärmer wird kommt die Meerforelle hauptsächlich nur noch in den späten Abendstunden und in der Nacht in Ufernähe um dort zu rauben. Daher ist im Sommer diese Tageszeit die beste um die blanken Torpedos zu erbeuten.

Die Schonzeit dauert drei Monate. Der Fisch ist an den deutschen Küstengewässern vom 1.10. bis zum 31.12 geschützt. An den meisten Mündungen der Flüsse ist das Befischen in einem Schutzgebiet, Radius von 200m, während dieser Zeit komplett untersagt.

Fangtipp:
Im Winter stehen die Meerforellen im Brack- oder Süßwasser, im Frühjahr in den flachen Uferpartien und im Sommer dann im tieferen Wasser. Erst abends kommen sie dann wieder in Reichweite der Uferangler. Gute Stellen sind dort, wo klares Wasser mit wechselndem Bewuchs auf kiesigem Grund vorkommt und die Küstenlinie in der Nähe vom tiefen Wasser liegt.
Der ideale Untergrund muss Deckungsmöglichkeiten bieten. Grosse Steine, Krautfelder, Muschelbänke ziehen Meerforellen fast magisch an. Steilküsten sind deshalb auch meist die optimalen Angelplätze.
Ebenso finden wir die besten Möglichkeiten Meerforellen zu erbeuten nahe von Bacheinläufen, da sich hier Süsswasser mit dem Salzwasser vermengt und die Meerforelle dieses Süsswasser instinktiv für Ihren Aufstieg sucht. Aber Achtung: 200 Meter rechts und links von Einläufen ist das Fischen verboten.

Geeignete Angelmethode(n):
Die Meerforelle ist eines der beliebtesten Angelfische im Meer in Skandinavien, Deutschland und den Baltischen Staaten. Ihr Vorteil ist, das sie sich - auch in durchaus kapitalen Größen - gut vom Ufer aus fangen lässt. Außerdem kann man sie beim einfachen Schleppfischen, aber auch beim aufwendigeren Trolling erbeuten. Wie andere Raubfische auch ist sie oft launisch, manchmal allerdings schnappt sie kritiklos nach Allem was man ihr vorsetzt. Ein anderes Mal will sie nur auf einen ganz speziellen Köder beißen. Es gibt jedoch Techniken und Köder, die je nach Jahreszeit besser fangen als andere.
Spinnfischen vom Ufer aus, hierfür gibt es spezielle “Meerforellenblinker”. Fliegenfischen, Natur- oder Kunstköder an Sbirulino oder Wasserkugel und Schleppfischen (Trolling) sind weitere gängige Angelmethoden.

Spinnfischen
Die Auswahl der richtigen Ausrüstung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Ideal ist eine leichte Spinnrute mit 5 bis 30 Gramm Wurfgewicht, in einer Länge von ca. 3,0 Meter. Moderne Kohlefaserruten sind extrem leicht und verfügen über eine exzellente Aktion.
Die Shimano Aspire ML 300 ist eine erstklassige Spinn-Rute für das Meerforellen-Spinnfischen.
Die Rute sollte auf jeden Fall in der Aktion, auf die Schnur ausgelegt werden. Bei einer monofilen Schnur sollte die Rute etwas härter sein, bei modernen Geflechtschnüren sollte diese weicher gehalten werden. Dazu eine leicht laufende Stationärrolle mit 200 Meter Schnur von 0.25-0.30 Millimeter.

Bei der Köderfrage gehen die Meinungen weit auseinander, wobei auf Blinker sicherlich die meisten Fische gefangen werden. Das liegt auch daran, dass die meisten Küstenangler mit Blinkern auf Meerforelle fischen. Die optimalen Gewichte der Mefo-Blinker liegen zwischen 5 und 30 Gramm, je nach Bedingung und Ausrüstung.

Die Wassertiefe, starke Strömungen, der Bodengrund und der Wind sind wichtige Faktoren, wie schwer oder leicht wir fischen. Schon beim Wurf muss darauf geachtet, dass der Köder so schwer ist wie nötig, damit er bei dem vorherrschenden Winden so weit fliegt, wie wir es wünschen. Das kann sehr unterschiedlich sein, wollen wir z.B. hinter eine Kante werfen oder wollen wir nur parallel zur Küste werfen.
Faustregel: Je stärker der Gegenwind, desto schwerer und schlanker der Köder. Im Wasser gelandet finden wir ebenfalls unterschiedliche Bedingungen vor, von der unser Ködergewicht abhängt. Die Einholgeschwindigkeit entscheidet ebenfalls darüber wie schwer der Blinker zu wählen ist.
Da die Meerforelle sehr agil ist, empfehlen wir generell sehr schnell zu fischen, gerade, wenn das Wasser klar ist. Wir dürfen der Forelle keine Zeit geben lange zu prüfen ob der Köder echt ist oder nicht. Anders kann es sein, wenn die Forelle träge ist, z.B. in sehr kaltem Wasser oder nach dem Abstieg. Dann kann ein langsam geführter Köder viel erfolgreicher sein. Das gleiche gilt wenn das Wasser sehr trübe ist und die Forelle fast nur durch die Druckwellen des Köders gelockt wird.

Im Frühjahr und im Herbst, wenn die Wassertemperatur ideal ist, und die Fische aktiv jagen, kann man die Köder am besten mit variierten Bewegungen einspinnen, im Winter sollte man langsamer fischen. Wenn die Meerforellen eine gewisse Größe erreicht haben, brauchen sie größere Beutetiere. Die gibt es in etwas tieferem Wasser, z.B. Sandaale, Heringe oder Sprotten. Weite Würfe mit großen Küstenwobblern sind nötig, wenn man zielstrebig den größeren Fischen an den offenen Küsten nachstellt. Als Köder sind große Küstenwobbler von 20-30 Gramm ideal. Normalerweise werden naturgetreuen Farbkombinationen gefischt, nur im Winter können fluoreszierende oder rötliche Farbtöne eine bessere Wahl sein. Beim Spinnangeln sollte die Geschwindigkeit des Einholens immer variiert werden. Meistens beisst der Fisch in der Sekunde, wo man nach einer Pause den Blinker wieder in Fahrt bringt. Wenn nicht können Sie den Blinker auf den Boden sinken lassen, etwas warten und dann weiter einholen. Oft beisst der Fisch dann doch noch zu.

Diese Vorgehensweise ist bei dem Gebrauch von Blinkern und auch bei den Küstenwobblern ratsam. Ein Blinker aus Metall hat den Vorteil, dass er sich durch das Material und die schlanke Köderform sehr weit werfen lässt.
Bei einem Wobbler aus Kunststoff haben wir den Vorteil, dass dieser bei gleichem Volumen leichter ist und daher nicht so schnell absinkt. Dafür können wir einen Wobbler aber auch nicht so weit werfen wie einen Blinker. Es gibt aber auch Wobbler, die beide Eigenschaften hervorragend kombinieren, wie z.B. den Spöket.

Je nach Wassertrübung und Tageslicht müssen wir die Köderfarbe zu variieren. Faustregeln gibt es hier nicht, denn die Forelle ist sehr launisch und wir können das Beissverhalten nicht in Tageszeiten oder Wetterbedingungen einordnen. Eine Empfehlung: Bei hellem Licht helle Köder und bei trüben Bedingungen gedämpftere Farben. Denn auch die Natur lässt einen Futterfisch bei Sonnenlicht hell-silber leuchten und bei Regenwetter eher trübe aussehen. Doch auch die Ausnahme bestätigt die Regel, denn eine träge und beissfaule Forelle braucht vielleicht eine leuchtende Farbe, um aggressiv gemacht zu werden.

Zu den erfolgreicheren Kunstködern gehören Blinker wie SNAPS, Hansen-Flash, Toby, Smelt, Sølvpilen, Jensen Tobis, Stripper und Wobbler wie Gladsax, Hingsten, Grizzly, Spöket und Kutlingen.

Empfehlenswert ist auch ein Springer (Reizfliege), der etwa 0,5 bis 1 Meter vor dem Blinker an einem kurzen Seitenarm an die Hauptschnur gebunden wird. Eine weit verbreitende Meinung ist, dass diese Fliege einem flüchtenden Kleintier ähnelt, welche vom Blinker verfolgt wird. Dabei soll der ‚Futterneid’ der Meerforelle gereizt werden. Es gibt Tage, da beissen die Forellen nur auf diese Springerfliege, ebenso Tage an denen kein einziger Biss erfolgt!
Ob wir nun schnell oder langsam fischen, ob wir einen Spinn-Stop einlegen, also zwischendurch eine Pause machen, damit der Köder etwas absinken kann, ob wir die Rute durchziehen und beim Wiederausstrecken einholen, das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Wenn die Dämmerung einsetzt, kommen die Dorsche in Ufernähe. Auch der Dorsch jagt dem Kunstköder nach. Gerade er beisst gerne beim Spin-Stop und immer auf tiefer geführte Köder.

UL-Spinner
Viele Spinnfischer, vor allem auch in der Meerforellenhochburg Fünen, bevorzugen die Ultraleichte Fischerei. Dazu braucht man lange und geschmeidige Spinnruten von 2,70 bis 3,00 Metern Länge, Köder von 2-12 Gramm und geflochtene Schnur von 0.12-0.15 Millimeter Durchmesser.

Wasserkugel und Fliege
An den Tagen an denen die Fische nur kleinerer Beute nachjagen, kann man mit Hilfe der Wasserkugel auch als Spinnfischer auf Fliegen umsteigen. Die Fliege lässt sich dann mit der Spinnrute weit werfen. Die Wasserkugel ist kugelrund und ist mit zwei Ösen versehen, eines für die Schnur und eines für Vorfach und Fliege. Die klassische Wasserkugel ist zwar durchsichtig, aber inzwischen haben sich auch Kugeln mit Signalfarben etabliert. Sie sind einfach viel besser zu sehen. Außerdem benutzen viele Angler Durchlaufschwimmer die länglich sind und bei denen die Schnur durch die Pose hindurchgeführt wird. Wird der Kugel nur zum Teil gefüllt, treibt sie, wird sie ganz gefüllt, sinkt sie langsam. So können Sie das Wurfgewicht und die Angeltiefe, je nach der Stelle die Sie beangeln, einstellen. Das Vorfach sollte zwischen zwei und vier Meter lang sein. Der Vorteil der Durchlauf-Wasserkugel ist der unmittelbare Kontakt zur Fliege bzw. zum vielleicht vorsichtig beißenden Fisch. Auch spürt der Fisch keinen Widerstand. Die Fliege sollten Sie wirklich langsam einholen und Sie sollten daran denken kurz bevor die Wasserkugel ihr Ziel erreicht den Wurf abzubremsen, damit das Vorfach sich strecken kann. Am besten machen Sie immer nur eine halbe Umdrehung mit der Rollenkurbel warten ein wenig und "spinnen" langsam weiter. Obwohl es im Allgemeinen von Vorteil ist weit werfen zu können, werden viele Fische in einem Abstand von nur 10-20 Meter vom Angler gefangen. Dies sollte sie daran erinnern auch das seichte Wasser vorsichtig abzufischen, bevor Sie weit hinauswaten. Denken Sie bitte daran immer mit allergrößter Vorsicht zu waten!!! Eine große Hilfe bietet ein Watstock.
Fliege und Wasserkugel einzusetzen ist auch vorteilhaft, wenn die Meerforelle immer wieder an die Rutenspitze kommt ohne zu beißen. Die Fliege kann man aber auch gut vor den Spinnköder montieren.

Fliegenfischen
Wenn die Meerforellen dicht vor der Küste steht und kleine Beutetiere jagt, ist der Fliegenfischer im Vorteil. Außerdem hat die Fliege bei niedrigem Wasserstand große Vorteile.

Die Ausrüstung
Mit einer 9-10 Fuß langen Fliegenrute der Klasse 7-8 kommt man an der Küste gut zurecht. Eine Rolle sollte natürlich salzwasserbeständig sein, eine gut funktionierende Bremse haben und wenigstens 100 Meter 20 lbs. Backing aufnehmen. Wenn dann noch eine WF-Schnur benutzt wird, ist man technisch gut ausgerüstet, denn bei Wind lässt sich diese Schnur besser kontrollieren und werfen. Ein Schnurkorb ist praktisch bei Wellengang und starker Strömung, weil man weniger Verhedderungen in der Schnur hat.
Das Vorfach sollte zwischen 2 (Intermediate-Schnur) und 3 (Schwimmschnur) Meter Länge sein. Die Vorfachspitze sollte einen Durchmesser von 0.22 bis 0.28 Millimeter haben. Dies hängt auch von den Strömungsverhältnissen und Hindernissen im Wasser ab.
Erfolgreiche Fliegen sind Garnelenimitationen wie Magnus, Sandhesten, der Tangläufer, Bostenwürmer, auch Wolly Bugger oder Reizfliegen in leuchtenden Farben. Dies hängt von der Jahreszeit und den Lichtverhältnissen ab.
Es empfiehlt sich die Fliege im kalten Wasser langsamer als im warmen Wasser zu führen.

Küchentipp / Zubereitung:
Sehr leckeres Fleisch, dass mit allen diversen Zubereitungsarten (backen, dünsten, räuchern, etc.) verarbeitet werden kann.
Die Meerforelle kann wie Lachs zubereitet werden, geräuchert, pochiert usw. Lecker und einfach ist Meerforelle (am besten ab fünf Pfund), zubereitet wie Graved Lachs. Man nehme ein Drittel Zucker, zwei Drittel Salz, Pfeffer aus der Pfeffermühle, ein Bund Dill (kleinschneiden) und vermenge alles. Dann reibe die Meerforelle von beiden Seiten damit ein (in der Menge in der man den Fisch bei einem normalen Rezept würzen würde). Dann stelle man sie in den Kühlschrank, decke erst Klarsichfolie und dann Alufolie darüber, stelle ein Holzbrett (Kunstoffbrett geht auch) darauf und beschwere alles mit zwei 1000 Gramm Pilkern (ohne Haken), großen Konservenbüchsen oder etwas ähnlichem. Nach ein bis zwei Tagen ist die Meerforelle fertig, kann abgerieben oder abgespült und serviert werden. Wenn sie zu salzig sein sollte, kann man ihn auch noch eine halbe Stunde wässern und dann auf den Tisch bringen.
Dazu eine Sauce aus Creme Fraiche, Sahne, Dijon Senf, Dill, Salz und Pfeffer zubereiten. Butter und verschiedene Brotsorten vom Bäcker, Salat und ein Flensburger Pilsener und es kann zugelangt werden.

 

Lachs oder Meerforelle?
- Lachs:
Oberkiefer bis Augenhöhe
Schwanzflosse ist konkav eingeschnitten
dünner Schwanzstiel
wenige schwarze Punkte, immer oberhalb der Seitenlinie
- Meerforelle:
Oberkiefer bis hinter die Augen
Schwanzflosse ist gerade geschnitten
dicker Schwanzstiel
viele schwarze Punkte auf der gesamten Flanke