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  Kurzvorstellung der Angeltechniken mit Geräteinfos und Zubehör  
     

Spinnfischen Pilken Brandungsangeln Fliegenfischen Schleppfischen

 

Spinnfischen

 

 
 

Ruten mit 2,70 bis 3,00 Metern Länge und 10 bis 30 Gramm Wurfgewicht sind an der Küste genau richtig. Eine Empfehlung ist hier die Shimano Aspire ML300 mit dem Wurfgewicht von 10 bis 25gr.

Eine mittelgroße Stationärrolle mit robustem Getriebe und natürlich 'salzwasserfreundlich'. Es gibt eine Menge guter Rollen auf dem Markt, auch hier empfehlen wir die Rollen der Marke Shimano. Mit einer Stradic, TwinPower oder Stella der Grösse 4000 macht man an der Küste nichts falsch und man hat länger etwas von der Investition.

Als Schnur nimmt man 0,25 bis 0,30 mm unauffällige, monofile Schnur guter Qualität oder -> 0,13 bis 0,16 mm geflochtene Schnur, z.B. Berkley Fireline oder Power Pro.
Wir empfehlen bei der zweiten Variante ca. 50 cm 0,25 mm monofile Schnur vor den Köder zu knüpfen. Dies verringert die Scheuchwirkung der geflochtenen Schnur, man hat mehr gewünschte Dehnung und die monofile Schnur ist weniger anfällig gegen Abrieb wie die Fireline z.B. an Muschelkanten.

 
 

Köder

Blinker
(SNAPS, Hansen-Flash, Eisele-Eitz, etc.)

Küstenwobbler
(Gladsaxfiske, Grizzly, Spöket, etc.)

zwischen 10 und 30 Gramm
Gelb/Schwarz
Gelb/Grün
Silber
Silber/Grün
Silber/Blau
Orange/Gelb
Rot/Schwarz
Schwarz

 

 
 

Immer vorsichtig und leise ins Wasser waten. Häufig fängt man Fische direkt vor den Füssen, daher die ersten Würfe immer ufernah ausführen, danach die Wurfweite steigern. Den Angelplatz fächerförmig mit mittlerer Einholgeschwindigkeit und unregelmässigen Spinstopps beangeln. Auf Meerforelle den Köder im Mittelwasser und auf Dorsch knapp über Grund führen.

 

 
 

Kleidung und erforderliches Zubehör

 

 
 

Unterschätzt nie das Wetter und die Temperatur in der Ostsee!!!
Im späten Herbst, Winter und Frühjahr ist eine Neoprenwathose unabdingbar. Wenn man länger im kalten Wasser steht bemerkt jeder den Unterschied der Qulität dieser Hosen. Bei sehr guter Qulität mit angeschweissten Thininsulate-Stiefeln kann man ohne Probleme auch bei Wassertemperaturen um den Gerfrierpunkt noch länger im Wasser stehen. Funktionsunterwäsche und Fleece-Kleidung unter der Wathose verhindert zudem ein Auskühlen bei niedrigen Wassertemperaturen. Auf jeden Fall sollte der Stiefel eine Filzsohle besitzen. Ohne diese Filzsohlen ist ein Waten auf den glitschigen Steinen wie Laufen auf Schmierseife und ein ungewolltes Bad in der Ostsee ist vorprogrammiert! Sehr gute Wathosen stellen die Firmen Simms und Bare her. Diese Produkte gewähren auch bei sehr kaltem Wasser optimalen Schutz. Den Watgürtel nicht vergessen!

Ab einer Wassertemperatur von ungefähr 6 Grad kann man statt einer 'unbequemen' Neoprenwathose auch auf eine atmungsaktive Wathose zusammen mit Funktionsunterwäsche zurückgreifen. Hier haben sich dreilagige Produkte, wie z.B. die Vision 'Extreme' bewährt. Die entsprechenden Watschuhe sollten hierbei ebenfalls eine Filzsohle besitzen wie bei der Neoprenwathose beschrieben.

Das gleiche gilt für eine regendichte Watjacke. Wer es bequem haben möchte und ungerne auskühlt, sollte hier ein atmungsaktives Produkt wählen. Wind- und Regendicht, dazu noch atmungsaktiv ... Bevorzugte und erpropte Marken an der Flensburger Förde: Simms, Patagonia, Vision

Der Watkescher sollte gross genug sein, um auch eine kapitale Meerforelle oder Dorsch sicher keschern zu können. Bitte keine Spielzeugkescher von der Stippfischerei im Fluss benutzen. Ob der Kescher schwimmt oder nicht, ob er auf dem Rücken, im Watgürtel oder sonst irgendwo getragen wird, bleibt ganz dem Geschmack des Besitzers überlassen. Das Netz sollte knotenlos sein um die empfindliche Schleimhaut der Fische beim Keschern nicht zu verletzen!
Wir empfehlen den Kescher nur im Notfall einzusetzen, ein Greifen der Meerforelle mit der feuchten Hand ist schonender als jeder Kescher.

Ein Fischgalgen für die gefangenen Fische, ein rostfreier Hakenlöser und viel Geduld sollten nie fehlen.

 
 

Pilken

 

 
 

Pilken vom Angelkutter

 

 
 

Rute 2,40 bis 3,50 Metern Länge mit einem Wurfgewicht von 80 bis 200 Gramm. Eine Stationärrolle mit 0,35 mm monofiler gefärbter Schnur reicht aus. Pilker von 60 bis 125 Gramm der Firmen: Kieler Blitz, Eisele Select, Pro Select, Pearl Select, Wuttke, Dega und Zebco sind immer eine gute Wahl.
Als Farben werden Orange/Gelb/Silber, Gelb/Schwarz, Grün/Rot, Schwarz/Rot, Grün/Gelb/Rot, Rot/Gelb bevorzugt.
Für Beifänger gelten die Farben japanrot und schwarz als sehr fängig. Nach dem Auswerfen den Pilker mit einigen ruckartigen Bewegungen der Rute dichter ans Schiff heranführen. Dabei immer etwas Schnur auf die Rolle kurbeln.

 

 
 

Bootsangeln

 

 
 

Leichte Rute bis 2,70 Metern Länge verwenden. Wurfgewicht von 30 bis 100 Gramm. Pilker und Farben wie vom Kutter aus, nur mit leichteren Gewichten von 30 bis 60 Gramm. Auch Meerforellenblinker können sehr gut eingesetzt werden. Zum Naturköderangeln das Boot immer verankern bringt mehr Erfolg. Paternoster mit Seitenarmen und Auftriebskugeln (Eisele Select, Zebco) verwenden. Wattwurm ist hier der beste Köder, Seeringelwürmer können auch gut verwendet werden...

 
 

Brandungsangeln

 

 
 

Das Brandungsangeln wird hauptsächlich im Frühjahr, Herbst und Winter ausgeübt. Dies sind die Jahreszeiten in denen der Zielfisch in Ufernähe kommt. Das der Fisch nur in diesen Jahreszeiten nah an Land zu finden ist, liegt einzig und allein an der Wassertemperatur. Ist das Wasser im flachen Ufergebiet zu warm, hält sich der Fisch in den kühleren, tieferen Gebieten auf. Bei entsprechend kühler Temperatur ist es zusätzlich so, dass die Fische, besonders der Dorsch, in den Dämmerstunden und im Dunkeln in Ufernähe auf Nahrungssuche geht.
Vorteilhaft für das Brandungsangeln sind auflandige Winde, hierbei wird dann für den Fisch viel Nahrung aufgespült. Bis Windstärke 6 kann man getrost mit dem Wind im Gesicht fischen. Beachten müssen wir, dass nicht zu viel Seegras und andere Wasserpflanzen im Wasser aufgewühlt sind, welche die Montagen und Bleie behindern können.
Es lohnt sich, schon am Nachmittag die Köder zu präsentieren, denn die Ausnahme bestätigt die Regel, dass sich der eine oder andere Fisch in Ufernähe aufhält. Gerade Plattfische sehen es nicht so eng, auch im Hellen am Strand zu sein - sind diese Platten doch durch ihre Form am Boden gut getarnt und gehen auch am Tage auf Beutezug.

 

 
 

Das Gerät

 

 
 

Zum Brandungsangeln braucht man 3-teilige Ruten von 3,9 bis 4,2 Meter Länge und mit einem Wurfgewicht von 100 bis 200 Gramm. Die Länge der Rute richtet sich nach Körpergröße und Wurftechnik. Da der Fisch meist hinter den Sandbänken jagt, müssen wir unser Vorfachsystem mit den Ködern dorthin werfen. Die Profis werfen um die 200 Meter weit. Aber auch eine Weite von geringerer Entfernung ist in Ordnung wenn sich die Fische dort aufhalten. Nur je weiter wir werfen, desto dichter sind wir am Fisch und desto größer sind die Fangaussichten.
In unseren Gewässern benutzt man Stationsrollen der Größe 60/70. Bei der Rolle ist eine große Übersetzung von Vorteil, damit wir die Schnur recht schnell wieder einholen können. Wenn zu langsam einholen wird, ist die Gefahr größer an Steinen hängen zu bleiben oder die Systeme voller Kraut wieder an Land zu holen.

Bei der Auswahl der Schnur gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Taperline, eine Keulenschnur die sich von 0,28mm auf 0,58 mm verjüngt. Die 0,58 mm sind dabei 20 Meter lang und dienen als Schlagschnur.
2. Eine 0,35 mm starke monofile weiche Schnur und davor eine 0,60 mm Schlagschnur. Diese beiden Schnüre werden mit einem Blutknoten verbunden.
3. Von einigen Anglern werden schon geflochtene Schnüre verwendet. Das erspart die Schlagschnur.

Geflochtene Schnur hat den Vorteil, dass wir sie weit werfen können, Nachteil ist die geringe Dehnung. Monofile Schnur im Durchmesserbereich von 0,30mm bis 0,35mm ist optimal. Eine monofile Keulenschnur oder ein angeknüpftes Keulenvorfach hat den Vorteil, dass das Ende der Schnur einen dickeren Durchmesser hat. Die ersten 3 bis 5 Meter werden beim Werfen sehr hohen Belastungen ausgesetzt und es kann passieren, dass in diesem Stadium des Wurfes unsere Schnur reißt oder ‚wegknallt’. Um dieses zu vermeiden, setzen wir eine "Keule" ein oder aber eine dickere "Schlagschnur", die wir vor unsere Hauptschnur knoten.

Bei den Vorfächern gibt es ebenfalls Unterschiede:

1. Vorfächer mit Drathseitenarm, für kurze Entfernungen geeignet.
2. Vorfächer wobei die Mundschnur an die Vorfachschnur geknotet ist.
3. Weitwurfvorfächer: Diese sind mit Weitwurfclip und Impact Shield ausgestattet um die Köder über große Distanz sicher und heil zu befördern.

Das Entscheidende ist unser Vorfach oder System, mit dem wir den Köder präsentieren. Je nach Zielfisch sollte der Haken auf Plattfisch oder Dorsch eingestellt sein. Lockperlen locken zusätzlich den Fisch, oft unterstützt von Leuchtperlen oder Locklöffeln (bei Plattfischen). Die Perlen bieten dem Haken Auftrieb, damit der nicht auf dem Grund liegt, sondern etwas darüber schwebt. Es gibt viele verschiedene, fertige Montagen, die für das Brandungsangeln angeboten werden.

Auch bei dem Blei gibt es eine große Auswahl:
- Birnenblei für ruhiges Wetter
- Torpedoblei für ruhiges Wetter und weite Würfe
- Noppenblei für starken Wind und Seitenströmung
- Krallenblei für stürmisches Wetter

Bei den Bleigewichten muss jeder für sich allein entscheiden, es richtet sich nach der Wind- und Strömungsstärke. Um auf Wurfweite zu kommen sind in der Regel 150 Gramm ein gutes Mittelmaß. Es muss so schwer sein, das es an dem Platz, wo es auf den Grund kommt liegen bleibt. Dieses wird unterstützt von Noppen oder bei großer Strömung von Krallen. Die Gewichte liegen bei 80 bis 200 Gramm.

Um den Brandungsruten einen guten Stand zu geben, werden einzelne Rutenständer mit einer Länge von 1,2 Meter im Fachhandel angeboten. Noch besser eignet sich ein Dreibein. Hierbei stehen die Ruten genau aufrecht nebeneinander und sind dadurch sehr gut zu beobachten. Diese stehen sicher im Wind und bieten Platz für zwei Ruten. Die Rutenspitzte zeigt uns mit Ihren Bewegungen, ob ein Fisch gebissen hat. Um die Rutenspitzen in der Dämmerung und Nacht gut beobachten zu können, werden Knicklichter mit entsprechender Halterung an der Rutenspitze befestigt. Diese können beim Auswurf und beim Einholen an der Rutenspitze bleiben.

 

 
 

Die Köder

 

 
 

Beim Brandungsangeln kommen zu 99% der Watt- oder Seeringelwurm zum Einsatz. Diese Würmer können wir bei fast jedem Angelhändler an der Küste frisch erwerben.

Zum weiteren nützlichen Zubehör gehören: Wurmnadel, Kopflampe, Anglerschirm, Vorfachtasche.



 
 

Fliegenfischen

 

 
 

Wir können Ruten mit 9 Fuss (2,70m) Länge und der Schnurklasse #8 empfehlen. Natürlich würden bei wenig Wind auch Schnurklassen #6 oder #7 funktionieren, jedoch wann gibt es an der Förde mal Tage mit zu wenig Wind???
Ruten mit schnellem Blank haben den Vorteil nicht viele Leerwürfe machen zu müssen bevor man die Schnur gestreckt auf die Wasseroberfläche ablegt. Wir fischen Ruten der Marke Orvis (TLD) oder Sage (RPLXi).

Die Fliegenrolle hat eigentlich nur den Sinn das Backing und die Fliegenschnur aufzunehmen, meistens wird der Drill alleine mit der schnurführenden Hand ausgeführt. Wer jedoch mal in den Genuss kommt eine grosse MEFO oder einen grossen Dorsch zum Anbiss zu verleiten, der sollte sich über ein fuktionierendes Bremssystem freuen können. Grosskernspulen sind an der Küste von Vorteil, die Rolle sollte salzwasserfest sein und genügend Volumen haben um das Backing (150m 20 lbs) aufzunehmen. Die Orvis Large Battenkill Gr.V verrichtet seit Jahren hervorragend ihre Tätigkeit.

Nicht immer weht der Wind aus der 'angenehmen' Richtung an der Flensburger Förde. Daher ist die Auswahl der richtigen Fliegenschnur weitaus wichtiger als die Wahl der Rolle. Bevorzugt werden an der Flensburger Förde Keulenschnüre gefischt. Diese Keulenschnüre lassen sich einfacher bei Wind werfen und ermöglichen auch genügend Wurfweite. Je kürzer die Keule am Anfang der Fliegenschnur geformt ist, desto weniger windanfällig ist die Fliegenschnur beim Werfen. Ein 'sauberes' Präsentieren ist sekundär beim Fliegenfischen an der Flensburger Förde, daher ist eine Keulenschnur auf jeden Fall zu empfehlen. Wir angeln mit dem 'Performance Taper' von Sage, der 'Long Distance' von Loop und dem 'Bass Taper' von Lee Wulff. Alle diese Schnüre sind Schwimmschnüre.
Wenn die Wellenkämme zu hoch sind kann der Einsatz eine Intermediate-Schnur von Vorteil sein. Als Intermediate Schnur benutzen wir die 'Wonderline' Clear von der Firma Orvis.
Für das abendliche oder nächtliche Fischen auf Dorsch sollte die Fliege grundnah angeboten werden. Entweder benutzt man stark beschwerte Fliegen oder greift auf eine sinkende Fliegenschnur zurück, welche die Fliege dann in Grundnähe präsentiert. Für eine #8 Fliegenrute hat sich die Tenny T-300 bewährt, welche man entsprechend auf die Fliegenrute einkürzt. Aber vorsichtig beim Werfen, eine Sage RPLXi zusammen mit einer Teeny T-300 ist fast schon waffenscheinpflichtig.
Das Vorfach soll ermöglichen die Vorfachspitze mit der angebundenen Fliege sauber abzurollen und die Kraft der Fliegenschnur auf die Spitze zu übertragen. Dabei hat sich das Vorfach der Firma Rudi Heger, Meerforellen-Vorfach sinkend, bewährt. Es ist aus geflochtenem Material und endet mit einem Vorfachring an dem die Vorfachspitze angeknüpft wird. Die Spitze sollte einen Durchmesser von ca. 0,25mm haben und eine Länge von ungefähr 1,5 bis 2,0 m haben.
Bei der Sinkschnur kann auf ein Vorfach verzichtet werden, hierbei wird die Vorfachspitze von ca. 1,5 m Länge und einem Durchmesser von 0.30mm direkt an die Fliegenschnur geknüpft.


 
 

Köder

 

 
 

Es gibt derweil unzählige Fliegenmuster die durchaus fängig sein können. Das Wichtigste: Vertraut eurer Fliege!!!
Während im Winter und Frühjahr sogenannte Reizfliegen die richtige Wahl sind, wählt man bei steigenden Wassertemperaturen kleinere Fliegen und natürliche Farben.
Als Faustregel:
- bei bedeckten Himmel und trüben Wasser grellere Farben
- bei klarem Himmel und Wasser natürliche Farben,
- in der Dunkelheit schwarze Farben.
Durchaus bewährte Muster sind Garnelenimitationen wie (Polar-)Magnus oder Sandhesten, Borstenwurm-imitationen im Frühjar, Tangläufer falls kleine Nahrung im Wasser oder Wolly Bugger als Imiation für alles und nichts...
Wichtig ist die Verwendung von salzwasserfesten, vernickelten Haken damit diese nicht schon nach ein paar Angeltagen rostig und unbrauchbar sind. Einige fängige Fliegenmuster sind hier zu finden.

Immer vorsichtig und leise ins Wasser waten. Häufig fängt man Fische direkt vor den Füssen, daher die ersten Würfe immer ufernah ausführen, danach die Wurfweite steigern. Den Angelplatz fächerförmig beangeln. Auf Meerforelle die Fliege im Ober- und Mittelwasser und auf Dorsch knapp über Grund führen.


 
 

Kleidung und erforderliches Zubehör

 

 
 

Neben der Kleidung, die identisch ist mit der Kleidung für das Spinnfischen (hier)
sollte eine Kopfbedeckung und eine (Pol-)brille nicht fehlen. Diese haben keinen optischen Zweck, sonder dienen der Sicherheit. Beim Fliegenfischen können die benutzten Streamer hohe Geschwindigkeiten erreichen. Brille und Kopfbedeckung schützen beim Wurf die Augen und den Hinterkopf vor den schmerzenden Haken der geworfenen Streamer.

 

 

Schleppfischen

 

 
 

Die Flensburger Förde ist ein hervorragendes Gebiet zum Schleppfischen (Trolling).
Bis auf die warme Sommerzeit mit starkem Krautgang kann das ganze Jahr über das Schleppfischen ausgeübt werden. Je nach Jahreszeit oder Wind-/Wetterbedingungen kann man entweder die Innen- oder die Außenförde befischen.
Bei starkem Ostwind baut sich in der Außenförde eine unschöne Dünung auf, dass man bei solchen Bedingungen angenehmer die Innenförde befischen kann. Zielfisch ist hauptsächlich Meerforelle oder Dorsch, jedoch sind Hornhechte oder Makrelen zur richtigen Jahreszeit ebenfalls gut zu fangen.
Lachse ziehen ebenfalls durch die Förde, jedoch sind diese Fänge sehr selten. Interessant sind solche Schleppgebiete in denen sich eine interessante Tiefenlinie ergibt oder Küstenabschnitte an denen die Uferlinie direkt an tiefes Wasser grenzt. Dies erfordert jedoch eine vorherige Studie der entsprechenden Seekarten der Förde um diese Fangplätze dann auch vom Boot aus anzusteuern.

In den Tagen, in denen die Wassertemperatur der Ostsee stetig zunimmt und ca. 11-14ºC erreicht hat, sind die Meerforellen in tiefere und kühlere Regionen gezogen und von der Küste so gut wie verschwunden. Der Hering findet sich ebenfalls nicht mehr in den Häfen und ufernah. Vom Boot aus ist dies alles kein Thema, denn mit dem Boot erreichen wir Meerforelle, Dorsch und Hering ohne Probleme in Tiefen ab 6 Meter und tiefer.

Eine einfache Methode zum Schleppen sind Spinnruten mit einem Wurfgewicht von 40 bis 80 gr. und diese mit tieflaufenden Wobblern zu bestücken. Wichtig ist, dass der Wobbler schwimmend ist, damit dieser auftreibt wenn wir das Boot anhalten. Ein besonderer Tipp für die Dorsch-Schlepp-Angelei mit Wobblern ist der Rapala J oder F in der Farbe TR. Die TR Farbe ist dem Dorschkleid sehr ähnlich und dadurch außerordentlich fängig.
Man bespult die Spinnrollen mit monofiler Schnur mit einem Durchmesser von 0.35 bis 0.45mm Durchmesser. Monofile Schnur hat den Vorteil gegenüber geflochtener Schnur, dass sie Dehnung besitzt und der gehakte Fisch nicht schnell ausschlitzen kann, denn der Zug auf den Fisch ist beim Anbiss recht groß. Ebenso ist es fast unmöglich zwei geflochtene Schnüre zu enttüddeln was beim Schleppen durchaus passieren kann.

Das Boot sollten wir mit einer Geschwindigkeit von ca. 1,8 bis 2,2 Knoten fahren. Die optimale Geschwindigkeit ermittelt man indem wir die Wobbler neben dem fahrenden Boot in das Wasser lassen und deren Aktion beobachten. Entsprechend dieser Aktion wählen wir dann die optimale Geschwindigkeit. Als Schleppgebiet wählen wir Kanten in denen die Tiefenlinie 6 Meter zeigt. In den Monaten Mai und Juni kann man ebenfalls beim leichten Schleppfischen Hornhechte erbeuten, da auch diese Fische auf den Wobbler beißen. Noch besser für den Hornhecht sind Meerforellen-Blinker, bei denen der Drilling an einer ca. 4cm langen Schnur am Ende des Blinkers befestigt wird. Bei dieser Montage ist die Anzahl der Fehlbiss weitaus geringer.


 
 

Ausrüstung

 

 
 

Es gibt verschiedene Ruten für die Einsatzgebiete beim Trolling. Man muss unterscheiden zwischen Ruten für das Schleppfischen mit Ködern im Oberflächenbereich, mit Schleppbleien, Tauchhilfen oder Downriggern.

Multirollen sind beim Trolling immer Stationärrollen vorzuziehen. Bei der Multirolle ist der Kontakt zwischen Fisch und Rolle direkt und die Bremse arbeitet so viel präziser. Ebenso lassen sich mit der Multirolle die Köder einfacher durch den Freilauf kontrollieren, z.B. beim Auslassen des Köders.
Wir fischen mit den Rollen der Firma Abu und Zebco.

Auf keinen Fall benutzt man beim Schleppfischen geflochtene Schnur. Während die geringe Dehnung beim Spinnfischen gewünscht ist, ergibt sich beim Trolling daraus ein grosser Nachteil. Die gehakten Fische können sich bei geflochtener Schnur schneller vom Haken lösen oder ausschlitzen. Daher benutzt man ausschliesslich monofile Schnur mit einem Durcmesser von 0,36 bis 0,42 mm. Trilene von der Fa. Berkley oder Schnüre der Fa. STROFT haben sich in der Praxis mit grünlichen oder bräunlichen Farben bewährt.

 
 

Köder

Blinker
(APEX, Salmo Flash, Northern King, Fish Expert, Stripper, etc.)

Wobbler
(Grizzly, Jack Rapid, Bomber, etc.)


Zubehör

Rutenhalter
Echolot
Kartenplotter
Schleppbleie (Paravan)
Mini - Tauchhilfen
Slide-Diver
Planer-Boards
Downrigger