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  Reise - Berichte  
 

 

 
Gelbes Riff - 3 Tages Tour August 2003 Gelbes Riff - 2004 Zandernacht auf der Eider
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Gelbes Riff - 3 Tages Tour August 2003

Ich wollte endlich mal Steinbeißer fangen – auf meiner letzten Tour berichteten mir 3 Kollegen aus Potsdam von ihrer letzten Tour mit der Thailand auf der der Kapitän spezielle Steinbeißer Plätze anfuhr und dort wurden dann so ca. 70 der doch recht hässlichen Wesen zwischen 4 und 9 Kilogramm gefangen. Sie hatten auf der Thailand eine der 2 Tagestouren gebucht die Montags um 0.00 h beginnen und Dienstags zwischen 17.00h und 20.00h enden.
Da habe ich doch auch einmal eine solche Tour für den 13. und 14. August gebucht. Die Wetteransage war günstig und das Schiff gut besetzt.
Bei der Ankunft erzählte uns der Kapitän, das in den letzten Wochen sehr gut große Seelachse über 10 Kilogramm gefangen wurden es war sogar einige über 15 Kilogramm dabei und er wolle mit uns zu diesen Plätzen die ca. 160 Seemeilen weit draußen liegen als erstes fahren.
Gesagt – Getan wir konnten uns erstmal in die Kojen hauen den die Fahrzeit zu den Plätzen dauerte 7,5 h. Schön ausgeschlafen gab es einen Kaffee und kurz später ging die Angelei auch schon los.
Das Wetter war sehr ruhig fast kein Wind und eine sehr langsame Drift ich entschied mich für 200 Gramm Pilker sowie 2 kleinere Beifänger. Auf 160 Metern Wassertiefe wurde gefischt und es war sehr schwierig auf diese Tiefe zu kommen aufgrund der Makrelen und vielen kleineren Köhler zwischen 50 und 70 Zentimetern.
Ich montierte dann größere Pilker sowie Beifänger, durch das höhere Gewicht kam ich so etwas tiefer in ca. das letzte Drittel der Wassertiefe wo ich dann auch größere Seelachse bis zu 22 Pfund erbeuten konnte – leider habe ich die großen nicht Fotografiert.

Mittags kündigte der Skipper an das wir nun zum Wrackangeln auf Lengfisch fahren würden nach einer Stunde Fahrt kamen wir an den Wracks an auf ca. 170 Metern Tiefe angelte ich dort mit 300 Gramm und die Schnur zeigte gerade nach unten. Es kamen Lengs bis zu 32 Pfund an Deck auch Dorsche bis zu 25 Pfund waren dabei sowie ein Lump von ca.10 Pfund und ein Rotbarsch. Ich selber fing 5 Lengs zwischen 10 -15 Pfund – meine persönliche Bestmarke!!!
Gegen Abend kündigte der Kapitän an er würde jetzt zu Seewolfplätzen fahren. Leider bissen dort bis auf einen kleineren keine weiteren, aber wieder bissen Dorsche, Lengs und Lumbs.
Bei jedem biss gab ich die Schnur nahm wieder Fühlung auf und wenn der Fisch dann Schnur nahm schlug ich an – bei Seewölfen sollte man nicht gleich anschlagen sondern sie schlucken lassen, da die Haken im Maul sehr schwer fassen! Bei jedem Fisch dachte ich endlich mein erster Steinbeißer doch ich fing alles Mögliche nur keinen Steinbeißer das Schluckenlassen funktionierte doch auch vorzüglich bei den anderen Fischarten.

Meine Montage sah folgendermaßen aus ein normales Vorfach mit einem großem Leuchtoktopus 50 cm über einem Pilker der gut zum Grund ging der statt einem Drilling mit einem Nachläufer bestückt war an dem wieder ein Leuchtoktopus hing.
Auf den 8/0er Einzelhaken waren große Filetstücke oder Flattermakrelen befestigt das gesamte System fertigte ich aus 120er Dega Weltmeister Vorfachmaterial.
Da kaum Seewölfe bissen und auch die meisten der Angler keine Lust mehr hatten - wir standen die letzten Driften nur noch mit 4 Mann beim Angeln wurde das Angeln fürs erste abgebrochen. War wohl nicht der Tag für Seewölfe– der Skipper erzählte jedenfalls, dass dort sonst immer sehr gut und auch viele gefangen werden was auch andere mitreisende bestätigen konnten.
Wir fuhren anschließend richtung Riff zurück und alle gönnten sich etwas Schlaf.
Am nächsten Morgen war es dann schon recht schaukelig beim Aufstehen und es wurde wohl schon auch direkt mal angefüttert von einigen. Es war über Nacht Wind aufgekommen und hatte eine doch schon recht starke Dünung aufgebaut.
Auf 140 Metrn Tiefe angelten wir auf Dorsch und es war nicht einfach mit 500 Gramm an den Grund zu kommen. Es wurden nun in erster Linie Dorsche gefangen die Gewichte erreichten bis zu 35 Pfund. Mein größter hierbei war ein 28 Pfünder aber einen bekam ich in der Andrift einen Biss und als ich diesen Fisch unter dem Boot herauszehrte bei der Drift und ca. 20 Metern Schnur draußen, da dachte ich das dass doch der lang ersehnte Riese über 40 Pfund sein müsse aber als es sich dann „nur“ als ein 23 Pfünder war ich dann doch fast enttäuscht.
Gegen Mittag wurde das fischen fast unmöglich man brauchte seine Hände um sich festzuhalten und das Schiff kippte beim Driften so stark, das immer Wieder Wellen über die Bordwand schwappten und die Angler mal so richtig Nass untenherum machten mittlerweile waren die meisten auch eher mit ihrem Mageninhalt beschäftigt als mit dem Angeln und so wurde das Fischen abgebrochen und wir fuhren zurück nach Hanstholm – war ne Spitzentour der Kapitän hat echt Ahnung vom Riff war immer Hilfsbereit und ich werde auf jedenfalls diese Art von Touren noch des Öfteren besuchen.
Bericht und Bilder von Jelle Holm